Infos Aktivitäten des Verbandes 23. Verbandstag des VIU am 06. Dezember 2011

23. Verbandstag des VIU am 06. Dezember 2011

Der traditionelle Kongress des VIU wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zum Thema „Technologietransfer in kleine und mittlere Unternehmen - Erfolgsmodelle übertragen“ durchgeführt.

Herr Dr. Sven Halldorn, Leiter der Abteilung Technologiepolitik im BMWi, sprach zur "Industrieforschung Ost- ein Erfolgsmodell beim Technologietransfer in KMU“. Erfolge der technologieoffenen Förderung ostdeutscher Industrieforschung sind greifbar. Aktuelle Analysen zeigen, dass sich das Engagement lohnt und die ordnungspolitische Stoßrichtung der technologieoffenen FuE-Förderung des ostdeutschen Mittelstands stimmt. (Wortlaut des Beitrags)

Frau Dr. Jutta Günther, Institut für Wirtschaftsforschung Halle, referierte über die Innovationstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in Ost- und Westdeutschland. Ihr Fazit: Eigene FuE ist eine wichtige Inputgröße für Innovationen. (Wortlaut des Beitrags)

Herr Prof. Dr.-Ing. Frank Barthelmä, GFE Schmalkalden e.V. und Herr Dipl.-Ing. Peter Herwig, Herwig Bohrtechnik Schmalkalden, demonstrierten am Beispiel der Entwicklung einer Rettungsschere mit beschichteten Schneidmessern das Erfolgsbeispiel eines ZIM - Projekts.
Herr Dipl.-Ing. Lutz Doms, ASKION GmbH, Gera und Herr Dr. Uwe Möhring, Textilforschungsinstitut Thüringen–Vogtland e.V. Greiz (TITV) stellten unter dem Titel „Kryobiotechnologie – Handling in frostiger Umgebung“ ein Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer vor.

Der Kongress zeigte, dass sich die gegenwärtige Förderung von Forschung und Entwicklung mit dem Kernstück Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) als erfolgreiches und unverzichtbares Instrument der Forschungs- und Wirtschaftspolitik erweist und damit zu erhalten und weiterzuentwickeln ist. Die Öffnung von ZIM für westdeutsche Unternehmen stellt die Übernahme guter ostdeutscher Erfahrungen für Gesamtdeutschland dar. Ungeachtet dessen sind die weiterhin bestehenden Nachteile der ostdeutschen Wirtschaft - das Fehlen von Großunternehmen sowie die ausgeprägte Kleinteiligkeit des Mittelstands mit deutlich geringerer Innovations- und Investitionskraft – bei der Ausgestaltung der Wirtschaftspolitik zu berücksichtigen.

Im Mittelpunkt der sich anschließenden Mitgliederversammlung des VIU standen der Bericht des Vorstandes und die Neuwahl des Vorstandes.

Im Bericht des Vorstandes sprach der Vorstandsvorsitzende des VIU, Herr Dr. Bauer, zur Entwicklung von Forschung und Entwicklung. Dabei setzte er folgende Schwerpunkte:
- Im Jahr 2010 sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland auf einen Rekordwert von knapp 70 Mrd. Euro gestiegen. Deutschland hat damit mehr denn je in Forschung und Entwicklung investiert. Der Aufbau Ost befindet sich im Wandel. Noch vorhandene Rückstände beruhen weniger auf Infrastrukturdefiziten, sondern auf strukturellen Faktoren, wie der kleinteiligen Wirtschaftsstruktur und damit verbundenen Faktoren, wie der unterdurchschnittlichen FuE- Kapazität der Wirtschaft und der geringen Exportorientierung. Zur Überwindung dieser Nachteile sind Innovationen gefragt-- die Bedeutung der Innovationsförderung wird damit weiter steigen.
- Insbesondere vor dem Hintergrund demografischer Wandel ist bei der Innovationsumsetzung auf eine Erhöhung der Wertschöpfung zu orientieren. Innovative Unternehmen müssen deshalb verstärkt und zu niedrigen finanziellen Einstiegskosten Zugang zu Zukunftstechnologien erhalten.
- Die gemeinnützigen externen Industrieforschungseinrichtungen sind als regional verfügbare FuE- Infrastruktur ein überaus bewährtes Instrument. Die Aufnahme der investiven Komponente in die Richtlinie INNO-KOM-OST zeigt, dass das Konzept der wirtschaftsnahen Forschung auf dem richtigen Weg ist.
- INNO-KOM-OST ist ebenso wie ZIM ein Erfolgsmodell und ist zur Unterstützung innovativer KMU's für strukturschwache Regionen in den nächsten Entwicklungsperioden nachhaltig auszurichten.
- Die geplante Erhöhung der Eigenkapitalquote für Banken und Sparkassen belasten den Mittelstand überproportional. Das Kreditvolumen wird sich um mehr als 2% absenken. Kredite für innovative Unternehmen könnten schwieriger zu beschaffen sein.
Deshalb bleibt es für den VIU eine der wesentlichen Aktivitäten, sich für eine Verbesserung der Eigenfinanzierungskraft der ínnovativen Unternehmen einzusetzen und sich aktiv mit der Politik über die Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Markteinführung zu verständigen

Dr. Bauer verabschiedete Herrn Dr. Peter Schmidt (AUCOTEAM) als bisheriges langjähriges Vorstandsmitglied. Ihm wurde sehr herzlich für seine außerordentlich engagierte und erfolgreiche Arbeit gedankt, die er seit 1994 bis Januar 2010 als Landessprecher für Berlin und bis zum Herbst dieses Jahres im Vorstand leistete. Dr. Peter Schmidt gehört gemeinsam mit Prof. Wegerth, Prof. Fuchs und Dr. Bürger zu denen, die die Jahre des Neuaufbaus des Verbandes aktiv mitgestaltet haben.

Zu den Vorstandswahlen:

In den Vorstand des VIU wurden gewählt:

-    Herr Dr. Ralf-Uwe Bauer, Vorstand Smartfiber AG Rudolstadt-Schwarza
-    Herr Dr. Bernd Grünler, Geschäftsführender Direktor INNOVENT e.V. Jena
-    Herr Hans-Joachim Münch, Geschäftsführer SONOTEC GmbH Halle
-    Herr Bernd Rhiemeier (neu), Geschäftsführung AUCOTEAM GmbH Berlin
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Auf seiner konstituierenden Sitzung wählte der neue Vorstand Dr. Ralf- Uwe Bauer erneut zum Vorstandsvorsitzenden. Er setzt damit seine erfolgreiche Arbeit für den Verband fort.