Veröffentlicht am 23. November 2021: Forschungstransfer in die Wirtschaft sofort nachhaltig stärken!

 

Situation:
Die Erfolge der deutschen Wirtschaft stützen sich in hohem Maße auf die Leistungsfähigkeit des Mittelstands. Forschung und Innovation sind dabei die Schlüssel zur dauerhaften Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen. Sie soll steigen. Dennoch bleibt die Realität hinter den erforderlichen Anstrengungen zunehmend zurück, wie eine stetig sinkende Innovatorenquote im Mittelstand belegt.

 

Der jüngst verhängte Antragsstopp im ZIM, dem zentralen Innovationsförderprogramm des Bundes für KMU, zeigt, das s die aktuelle Mittelausstattung von Bundes Förderprogrammen für den Mittelstand nicht ansatzweise dem großen Bedarf nach industrienaher FuE nachkommt. Soll Deutschland seine internationale Wettbewerbsfähigkeit massiv ausbauen, muss dieser Bedarf nach anwendungsnaher Forschung für notwendige Innovationen gedeckt werden. Die 2020 eingeführte Forschungszulage ergänzt als neues Instrument die bewährte Projektförderung.

 

Trotzdem besteht akuter Handlungsbedarf:
Es ist notwendig, Innovationen in KMU durch den Ausbau anwendungsnaher Forschung effizient zu fördern. Während Grundlagenforschung entsprechend dem Bedarf mit Milliardenbeträgen unterstützt wird, tritt die Unterstützung für die mittelständischen Firmen in den Programmen auf der Stelle. Gemeinnützige Industrieforschungseinrichtungen sind in der wirtschaftsnahen Forschung unverzichtbare Partner für die innovierenden Unternehmen die unbürokratische und dynamische Unterstützung in ihren risikobehafteten Aktivitäten benötigen. Dazu sollte die Mittelausstattung themenoffener KMU Programme dynamisch an den Forschungsbedarf der Unternehmen angepasst werden, die besonders in Krisenzeiten hohen Bedarf haben.

 

Maßnahmen zur Stärkung des innovativen Mittelstands:

 

(1.) Stärkung des transferorientierten Innovationsförderprogrammes ZIM. Dafür sollte das Budget dynamisch an die Erfordernisse der KMU angepasst werden: In Krisenzeiten hoch, in Boom Perioden geringer. Aktuell sind mindestens 800 Mio. € erforderlich, um mit Schwung aus der Pandemie herauszukommen.

 

(2.) Erweiterung des ZIM um ein Transfermodul, das die Förderung von Prototypen und die Ein-führung in den Markt angemessen unterstützt.

 

(3.) Ausbau und Optimierung der Forschungszulage, die nach einer Anlaufphase ein wirtschafts-nahes, wichtiges Instrument ist.

       • Dazu Anhebung des Satzes der steuerlichen Gutschrift.
       • Beschleunigte Bearbeitung bei den auszahlenden Finanzbehörden.
       • Einführung von Sonderabschreibungen für Investitionen in neue Technologien bei KMU