Sprachrohr für den innovativen Mittelstand Deutschlands in Berlin

Der Verband innovativer Unternehmen VIU unterstützt seit seiner Gründung 1992 die deutschen klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) bei deren Bemühungen, kontinuierliche Forschung und Entwicklung zu betreiben. Ziel dieser Aktivitäten sind ein gesundes Wachstum der Firmen und die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze in Deutschland.

Der Bund wiederum hilft den KMU mit einer Reihe von Förderprogrammen, damit diese mit innovativen Produkten, neuen Verfahren und Dienstleistungen im nationalen und internationalen Wettbewerb in der Zukunft bestehen können.

Insbesondere das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) war bis 2014 eine ideale Unterstützung für Entwicklungsprojekte in den Unternehmen. Innovationen in den KMU wurden sowohl in Einzelprojekten als auch durch Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rahmen von Projekten und Netzwerken gefördert.

Mit der neuen Richtlinie 2015 traten jedoch einige Maßnahmen in Kraft, die besonders kontraproduktiv für mittlere Unternehmen sind, die sich im Wachstumsprozess befinden. Diese Unternehmen sind geeignet, im Sinne des vom BMWi initiierten Dialogs „Unternehmen :wachsen“ das auch von der Bundesregierung beklagte Defizit an größeren Unternehmen in den neuen Bundesländern zu reduzieren. Zudem wirken sie als Wachstumskeime in ihren jeweiligen Regionen, da sie als erprobte Kooperations- und Netzwerkpartner andere Unternehmen an FuE-Tätigkeiten heranführen. Diese notwendige und gewünschte Entwicklung wird mit der neuen Richtlinie behindert.

 

Der Verband innovativer Unternehmen macht deshalb den Vorschlag zur zeitnahen Korrektur der aktuellen ZIM-Richtlinie in folgenden zwei Punkten:


1. Die abgesenkten Förderquoten für die antragstellenden mittleren Unternehmen im Rahmen von ZIM sollen wieder erhöht werden und somit der Richtlinie bis 2014 entsprechen.
2. Die Beschränkung auf zwei Projektbewilligungen pro Jahr für Unternehmen - unabhängig von deren Größe und FuE-Potential - muss zurückgenommen werden.

 

Unternehmen, die ja den größeren Teil der Projektkosten auf eigenes Risiko aufbringen, müssen selbst entscheiden können, wieviel F&E-Kosten sie tragen wollen und können.

Hinzu kommt, dass Forschungseinrichtungen dieser Einschränkung des Mittelstandsprogrammes nicht unterliegen. Die Gefahr, dass das ZIM von öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen zur Drittmittelbeschaffung ausgenutzt wird und nicht den KMU-Wachstumsprozess fördert, ist gegenwärtig gegeben. Das Mittelstandsprogramm ZIM muss auch zukünftig effektiv die kontinuierliche F&E Arbeit im Mittelstand begleiten.

 

Hier das Statement zum Download