Die Wiederverwendung von Komponenten aus der Mobilität: Ressourcen schonen durch eine erneute Anwendung mit „ReBorn4Mobility“ als Chance für Komponenten und Betriebsmittel
Aktualisiert: vor 23 Stunden
Unsere Mobilität befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Sowohl in städtischen als auch in ländlichen Regionen erwarten Menschen sichere, komfortable und zugleich umweltfreundliche Lösungen für die individuellen Ansprüchen eines jeden. Gesetzliche Rahmenbedingungen, wie z.B. der GreenDeal, die EU-Kunststoffstrategie, das nationale Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie die Ökodesign-Verordnung, die allesamt gezielt Ressourcenschonung, Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit von Produkten fördern, erfordern von allen Beteiligten in den Wertschöpfungsketten einen Beitrag.
Materialtechnische und auch technologische Fortschritte schaffen für Akteure neue Wege für eine pragmatische Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Fahrzeuge, egal ob PKW, NKW, Fahrrad oder Schienenfahrzeuge, mit der Vielzahl der verbauten Baugruppen und Komponenten bieten bereits heute einige Potentiale zur Reduzierung von Rohstoffen. Sowohl ökologisch als auch ökonomisch zeigen erste praktisch umgesetzte Maßnahmen zur längeren Nutzungsphase von einzelnen Komponenten oder die Wiederverwendung nicht beschädigter Bauteile gute Ergebnisse.

Beim Kunststoff‑Institut Lüdenscheid haben wir diese Aspekte aufgenommen und gestalten den Aufbau des ZIM‑Innovationsnetzwerks „ReBorn4Mobility“. Relevante Akteure werden zusammengebracht, um gemeinsamen Nutzen zu schaffen. Der Fokus liegt dabei auf allen Bereichen der Mobilität. Kern des Netzwerks sind konkrete F&E‑Vorhaben, die gemeinsam entwickelt, bis zur Antragstellung ausgearbeitet und während der Durchführung begleitet werden.
Zu betrachtende Potentialen sind nicht ausschließlich in den Komponenten zu finden, sondern stellen sich ebenfalls bei den eingesetzten Betriebsmitteln heraus. Werkzeuge und Formen sind i.d.R. nach deren Einsatz zur Herstellung von Komponenten nicht vollständig verschlissen und zu verschrotten bzw. zu recyceln. Mit detaillierten Betrachtungen sind einzelne Normalien und Formstücke als ausreichend gut für einen weiteren Einsatz in den nächsten Betriebsmitteln zu erkennen. Die innovative Identifizierung und ggfls. erforderliche Aufbereitung verhindern ein frühzeitiges energieintensives Recycling von guten und einsatzfähigen Werkstücken. Gleiches gilt für ausreichend gute Bauteile, die nach einer Inspektion und ggfls. Überarbeitung erneut in eine Nutzungsphase gebracht werden.
Die Informationen zur Nutzungsphase von Betriebsmitteln in der Produktion als auch von Komponenten im Einsatz umfassen neben dem ideellen Verschleiß auch mögliche Kontaminationen. Diese können regional aufgrund von Klima und Witterung sowie Kontaminationen in der Gebrauchsphase sehr unterschiedlich sein. Unter Berücksichtigung dieser möglichen Auswirkungen sind Materialien und Geometrien der einzelnen Bauteile bestmöglich mit Datensätzen zu hinterlegen, so dass sämtliche Risiken durch Langzeitfolgen in der neuen Anwendung ausgeschlossen werden können.
Dieses Netzwerk wird durch das Kunststoff-Institut Lüdenscheid gestaltet und durch vielfältige Erfahrung in der Kunststofftechnik von Materialien und Werkzeugen unterstützt. Gemeinsames Ziel ist es, die Aspekte der Ressourcenschonung wirtschaftlich, bei gleichzeitiger Erfüllung aller Qualitätsanforderungen, als zukünftiges Geschäftsfeld zu gestalten und zu etablieren.
Ansprechpartner:
Ludger Wüller
Bereich Nachhaltigkeit / Netzwerkmanagement
Tel.: +49 (0) 2351 1064 177
Fax: +49 (0) 2351 1064 190
E-Mail: wueller@kunststoff-institut.de



