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Innovation braucht Köpfe: Strategien für die Fachkräftegewinnung von heute

  • groebner
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Foto: S O C I A L . C U T auf Unsplash
Foto: S O C I A L . C U T auf Unsplash

2028 werden in Deutschland 768.000 Fachkräfte fehlen. Die benötigte Netto-Zuwanderung aus dem Ausland liegt schon heute bei ca. 400.000 Personen pro Jahr.


Diese Zahlen zur reinen Standorterhaltung denken einen Faktor noch nicht mit: Den Innovationsdruck in sich rasant verändernden globalen Anforderungen. Denn da wo sich Türen langsam schließen, eröffnet z.B. das MERCOSUR-Abkommen neue Märkte, die ohne interkulturelles Verständnis jedoch nicht zugänglich sein werden. Internationale Fachkräfte einzustellen, heißt auch sich  Wettbewerbsvorteile zu sichern – solange der Prozess strategisch sinnvoll geplant ist.


Mittlerweile gibt es unzählige Agenturen, die sich auf die gezielte Einwanderung von Fachkräften spezialisiert haben. Leider bleibt dabei ein Aspekt oft auf der Strecke – der Wichtigste! Strukturierte Willkommensprozesse, die über die Anerkennung der Zeugnisse und einen Sprachkurs hinausgehen.


Diese Art von Prozess entscheidet darüber, ob die Fachkraft in ihrem Unternehmen bleibt, sich anderweitig bewirbt oder Deutschland gänzlich verlässt. Leider verschließen die meisten KMUs davor die Augen, weil es bedeutet, einen Personalprozess strategisch und langfristig zu denken, sich selbst und sein Team zu reflektieren und auch zu investieren. Das ist unbequem, aber notwendig.


Denn der demografische Wandel wird nicht weggehen. Internationale Fachkräfte hingegen schon. Oder gar nicht erst kommen. Im Ranking des größten Expat-Netzwerkes InterNations stand Deutschland in 2025 auf Platz 42 von 46 möglichen Plätzen. 


Die Konsequenzen, wenn Integration nur verlangt, aber nicht als gemeinschaftlicher Prozess aller Beteiligten gesehen wird, sehen wir schon jetzt. Die Studie „Deutschland als Zwischenstation? Rückkehr- und Weiterwanderungsabsichten von Eingewanderten im Lichte neuer Daten des International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa)“ belegt, dass insbesondere qualifizierte Akademiker:innen aus dem MINT-Bereich abwandern. Denn das, was wir Deutschen als „softe“ Faktoren betiteln, ist für Menschen aus kollektivistisch geprägten Ländern eine Lebensgrundlage – Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt.


Die neuen Währungen in der Personalgewinnung heißen: Empathie, Toleranz, Lernbereitschaft von Geschäftsführung und Team sowie strukturierte Willkommensprozesse. Diese Qualitäten entscheiden, ob aus internationalen Spezialisten, die für zwei bis drei Jahre die nächste Karrierestufe mitnehmen, langjährige Mitarbeitende werden, die sich mit Herzblut einbringen und Ihr innovatives Unternehmen voranbringen.


Autorin/Kontakt: Tina Stavemann, E-Mail: mail@tinastavemann.com, Profil


Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrages liegen in der alleinigen Verantwortung des Autors bzw. des veröffentlichenden Unternehmens.

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